Sechste Etappe: Lisboa – Zambujeira do mar

Unter den ausgebreiteten Armen von „Cristo Rei“ verlassen wir Lissabon über die kleine Schwester der Golden Gate Bridge, die Ponte 25 de Abril. Wir kommen wieder, so viel ist sicher – vielleicht aber eher just the two of us…

Wir fahren zunächst ein gutes Stück Autobahn und kommen flott voran. Wenn man es erst mal bis Portugal geschafft hat, sind die Distanzen wirklich überschaubar. Vorbei an Windmühlen – alten wie neuen- durchqueren wir das hügelige Hinterland. Fun Fact: Portugiesische Störche nisten offenbar anders als bei uns. Keine beschaulichen Penthouse-Nester auf einsamen Kirchtürmen, sondern Mehrfamilien-Lösungen- direkt mit guter Straßenanbindung..

img_25841.jpg

 

Wir kommen wieder in Küsten-Nähe und schieben ein Päuschen bei Porto Covo rein – Sonne, salzige Brise und der glitzernde Ozean – wir sind auf der richtigen Fährte.

Je mehr wir uns unserem Ziel, Zambujeira do mar, jedoch nähern, desto grauer wird der Himmel, bis wir schließlich durch prasselnden Regen, die schlaglochübersähte Landstraße entlang rumpeln. Grrrr…. Aber der empfohlene Campingplatz gleich am Ortseingang hält, was wir uns versprochen hatten. Sandige Stellplätze unter Eukalyptus-Bäumen, gemütliche Atmosphäre ohne ordentliche Parzellen und neben den nun schon gewohnten, braun gegerbten Rentnern auch Family-Flair mit Buggy-schiebenden Muttis, Laufrad-flitzenden Kindern und Baby-Gequäke aus Womos. Die Münchener kommen kurz nach uns an – das Camping-Leben kann beginnen…

Das Wetter spielt leider nicht so richtig mit. Die Sonne kommt zwar immer wieder raus und wärmt auch gleich ordentlich, aber es wird auch immer schnell wieder grau und kühl und windig. Wir hatten uns eigentlich auf Camping-Pekip gefreut, aber für nackige Babys ist es difinitiv zu kalt und für eine ausgiebige Nutzung des Salzwasser-Pools leider auch. Am zweiten Tag kommt aber die Sonne raus und wir schlendern in Richtung Strand. Zambujeira do mar ist ein verträumtes Örtchen mit netten Restaurants, einem süßen Kirchlein, das über dem Ozean thront und einem sagenhaften Blick über die Bucht. Im Laufe der Tage erkämpft sich die Sonne dann doch den Löwenanteil des Tages und es wird richtig warm – Strandwetter!

Aber es will einfach nicht so recht sommern und als schließlich wieder Regen vorhergesagt ist, beschließen wir nach 4 Nächten weiter gen Süden zu ziehen. Unsere kleine Camping-Clique funktioniert gut und wir wollen noch ein Weilchen zusammen reisen. Morgen wird eingepackt…

 

 

Hinterlasse einen Kommentar